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Kategorie: Technik und Frickelei

Cron läuft zur falschen Zeit

Vor zwei Wochen habe ich auf meinem Vserver, der eh die meiste Zeit idlet, einen Tor-Relay aufgesetzt. Das solltet ihr übrigens auch machen.

Jedenfalls interessiert mich unheimlich, wieviel Daten denn da so durchgehen und wie sich der Datenstrom über die Zeit verhält. Ich habe in der Konfiguration als Bandbreitenlimit 128 KB/s eingestellt und bin einfach gespannt, ob und wie das ausgenutzt wird.

In den ersten Tagen habe ich mich morgens zu Fuß auf den Server connectet und im Tor-Log die Beacons angeguckt, die alle 6 Stunden über die geöffneten Circuits und die Gesamtdatenmenge berichten. War mir auf Dauer zu lästig, deshalb habe ich einen Cron-Job eingerichtet, der mir morgens um 8 eine Mail mit den aktuellen Daten schicken soll.

Das klappte zwar super, aber leider drei Stunden zu früh. Statt um 8:05 wurde die Email stur um 05:05 verschickt. Ich hatte folgende Zeile in meiner crontab:

5 8 * * * /Pfad/zum/Shellscript.sh

Die Systemzeit hatte ich vor der Installation von Tor bereits per NTP richtig gestellt und sie zeigte auch immer noch die korrekte Zeit und Zeitzone. Nach langem und wiederholtem Googlen fand ich den Tipp, nach dem Stellen der Systemzeit den Cron-Dienst zu restarten. Gesagt, getan. Und siehe da: Die nächste Mail kam um fünf nach acht.

Evernote und Android, die nächste Stufe

Lobpreiset den Herrn!

Ich habe seit ein paar Tagen einen neuen Browser auf meinem elektronischen, konstanten Begleiter, nämlich Dolphin. Und soeben habe ich entdeckt, dass es dafür eine ganz formidable Evernote-Erweiterung gibt. Ein wirklicher, vollwertiger Web-Clipper, der nicht nur die URL überträgt wie das systemeigene #%&$*!, ähem, Konzept, sondern wirklich den Text der Website. Fabelhaft!

Achso, hier bekommt man die Erweiterung.

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Evernote, Android und ein Plan

Dort hatte ich mich ja auf die Suche nach einem probaten Werkzeug begeben, mit dem ich alles archivieren kann, was ich im Netz so an Texten lese. Ausgelagertes Gedächtnis, wissenschon. Ich habe Diigo nicht ausprobiert, sondern bin stattdessen wie so viele andere bei Evernote gelandet.

Vorteile von Evernote: Es ist auf allen Plattformen verfügbar; ich kann dort Volltexte inklusive Links speichern und zwar in einer Menge, an die ich bisher nicht rankomme; ich kann taggen (hach, das readlater-Tag, Geißel und Verheißung der Menschheit!); es gibt Bookmarklets, Browserextensions und es integriert sich in die Share-Funktion von Android. Hervorragend!

Apropos Android, da sind wir ja schon beim größten Problem. Warum, for god’s FUCKING sake, wird mit der Sharing-Funktion nur die URL übertragen?! Warum kann das nicht genauso funktionieren wie zum Beispiel im Google Reader, wo ich auf „Senden an -> Evernote“ klicke und dann wird das Verschickte nicht aus dem Reader an Evernote übertragen, sondern Evernote erhält einen Verweis auf die URL des Originaltexts (nicht des Feeditems) und holt sich den Text dann von dort? Wie schwierig kann das denn zu implementieren sein? So muss ich jetzt ständig Zeit darauf verwenden, wenn ich an einem richtigen™ Rechner sitze, meine nur aus URLs bestehenden Notizen einzeln aufzurufen und per Copy & Paste die Texte von Hand in Evernote zu kopieren. Es ist zum Haareausraufen!

Trotzdem ist es schon mal besser als vorher und ich habe jetzt seit Mitte Oktober knapp 400 Texte gesammelt, auf deren Inhalt ich zentral zugreifen kann. Das ist ganz komfortabel. Ich muss auch sagen, dass ich eine ganz passable Disziplin an den Tag lege und fast nie vergesse, etwas nach Evernote zu schieben, das ich gelesen habe. Manche Dinge pflege ich extra nicht ein, zum Beispiel das Meiste aus Fefes Blog. Das ist mir zu viel, die Beiträge sind meistens sehr kurz und bestehen im Wesentlichen aus kommentierten Links. Entweder die Texte hinter den Links fliegen nach Evernote oder es ist den Aufwand nicht wert. Ich archiviere ja auch nicht alle Webcomics, die ich zur Unterhaltung lese. Ebenso andere Beiträge, die bessere Linklisten sind oder kurze Hinweise oder Texte, die ich zwar überfliege, aber dann nicht interessant genug finde. Falls ich da doch mal was suchen sollte, weiß ich, dass praktisch alles davon im Reader ist, den ich ja auch durchsuchen kann.

So, und jetzt habe ich mir überlegt, dass ich versuche eine wöchentliche kleine Linkliste hier im Blog zu posten, auf der die empfehlenswertesten Texte der vergangenen Woche stehen. Da ja die Empfehlungen aus dem Reader wegfallen und ich nicht immer alles zu Twitter schieben kann oder will, ist das ne ganz gute Sache. Außerdem habe ich mir sagen lassen, dass das ja im Grunde der Beginn der Blogs überhaupt war: Weblogs eben, Listen mit tollen Sachen, die man so im Web gefunden hat. Die hat man dann oft noch kommentiert, warum die toll sind und was sich dahinter verbirgt, und das werde ich auch tun. Gucken wir mal, wie gut und regelmäßig das klappt. Eigentlich möchte ich das immer Mittwochs tun (weil ich da grundsätzlich ein großes Zeitfenster habe, in das das passen würde) aber die Premiere werde ich wohl heute starten. Genaugenommen …

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Textgedächtnis gesucht

Ich brauche einen neuen Internetdienst. Also fast wie bookmarking, aber anders. Was ich will, ist letztlich: Alle Artikel, alle Texte, die ich im Netz lese, am besten auch noch unabhängig vom Datenformat (Webseite, PDF, …) sollen per Bookmarklet in eine Datenbank überführt werden, die URL, Titel und vollständigen Inhalt aufnimmt, damit auch eine Volltextsuche möglich ist. Außerdem muss ich taggen können und am allerschönsten wäre es, wenn es eine Android App geben würde, die sich in das „Share this“-Menü einklinkt. Oder halt irgendwie anders Items auch per Smartphone unkompliziert eintragen lässt. nahezu perfekt wäre das ganze, wenn das Tool auch RSS auslesen könnte. Dann könnte ich das einfach mit meinem Shared-Items-Feed aus dem Reader füttern und müsste schon mal nicht alle Artikel von dort extra in einem neuen Tab öffnen und dann erst auf das Bookmarklet klicken.

Das Problem ist nämlich, dass es mir immer häufiger passiert, dass ich mich an etwas Gelesenes erinnere – im Gespräch, beim Lesen von anderen Dingen, beim Bloggen, usw. – an einen klugen Gedanken, eine schöne Argumentation, an Hintergrundinformationen zu einem Thema, die ich nicht auf die Schnelle ergooglen könnte; und dann, DANN! nicht mehr weiß, wo ich das von wem gelesen habe.

Der Link hält das Web zusammen, aber wer hält mir meine Erinnerung zusammen? Der Google Reader war meine erste Idee, um diese Aufgabe zu übernehmen. Doch das geht nicht, weil das einzige Bookmarklet, was der anbietet „Kommentar in Reader“ ist. Damit Gespeichertes wandert in meine Shared-Items-Liste und da will ich diese Datenbank nicht haben. Denn der zugehörige Feed wandert in meinen Twitteraccount und ich will nicht alles, was ich jemals lese auch twittern, vulgo: empfehlen. Manchmal stellt sich ja auch erst in einem bestimmten neuen Kontext, vielleicht Monate nach dem erstmaligen Lesen, der Nutzen eines Textes heraus.

Klassische Social-Bookmarking-Dienste gehen auch nicht (bei mir ist es Mister Wong), weil ich da keine Volltextsuche habe und auch inhaltlich eher andere Dinge dort speichere, nämlich Sachen, die ich öfter mal nachschlagen will. Das funktioniert für mich mehr als Lexikon mit Branchentelefonbuch oder so ähnlich. Jedenfalls sind die mangelnde Volltextsuche und die Tatsache, dass ich mir im Augenblick des Speicherns überlegen muss, durch welche Schlüsselwörter ich den Eintrag wiederfinden will, die Eigenschaften, die das unbrauchbar für meinen Zweck macht.

Jetzt bin ich über Diigo gestolpert. Ich weiß noch nicht, ob das was für mich ist, weil ich es noch nicht ausprobiert habe. Das Problem ist, das wesentliche Feature Volltextsuche (ich wiederhole mich) ist nicht in der Gratisversion enthalten. 20$ im Jahr ist wirklich nicht viel und ich würde mir überlegen, das zu investieren, falls der Dienst exakt das tut, was ich will, aber das weiß ich ja eben noch nicht und ausprobieren kann ich es vorher nicht, weil das Ding als Gratis-Tryout halt nicht so funktioniert, wie ich es nutzen will. Da muss ich wohl noch etwas rumlesen oder halt eben was anderes finden.

Oder versuchen, so ein Ding selbst zu schreiben.

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Android Kalender Bug

Als ich eben zum ersten Mal seit Monaten die Weboberfläche meines Google-Kalenders geöffnet habe, fiel mir auf, dass ich gestern einen Geburtstag vergessen habe. Flugs ein Blick auf den Kalender des Galaxy S und siehe da: der Geburtstag steht nicht drin. Weitere Geburtstage (= ganztägige Termine) gecheckt und ein Muster entdeckt. Der Kalender im Handy zeigt sie konsequent nicht an. Das läuft dem Zweck eines Kalenders und darin eingetragener Termine irgendwie zuwider.

Eine kurze Googleei ergab das hier. Man muss den Speicher des Kalenders im Telefon manuell leeren und neu synchronisieren lassen, dann erscheinen auch wieder alle Termine. (Der Klickweg: Menü → Einstellungen → Anwendungen → Anwendungen verwalten → Alle → Kalenderspeicher → Daten löschen)

Extrem doofe Sache, das. Das bedeutet nämlich, dass ich in Zukunft einmal die Woche den Webkalender öffnen muss, um sicher zu gehen, dass sich das blöde Telefon nicht schon wieder verschluckt hat.

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