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Schlagworte: surfstick

Gone mobile - mit o2

Es hätte alles so einfach sein können. Die Situation: Zwei Wochen in einem Camper beim Kinderkultursommer im ZAK als Nachtwächter. Der Plan: Sich mangels WLAN einen Surfstick besorgen und damit Internet in der nicht nur kastrierten Form mit meinem alten N78 genießen. Und – ja und bloggen. Endlich hat man mal wieder richtig Zeit. So viele Sachen gehen mir seit Wochen durch den Kopf, die aufgeschrieben werden wollen. Klingt also großartig.

Gefasst habe ich den Entschluss für so einen Stick vor einer Woche. Da man nur über Netzbestellung die Anschlussgebühr sparen kann, habe ich mich noch ein paar Tage geduldet. Ich hatte über eine kurze Recherche herausgefunden, dass verschiedenste Leute den o2-Surfstick mit ihren Linuxkisten zum Laufen bekommen haben, also war ich auf der sicheren Seite. Doch weit gefehlt. Denn das Gerät, dass ich bekam, war intern keins von Huawei, von denen ich immer gelesen hatte, sondern von ZTE (MF110). Und das vorausgesehene Problem trat natürlich auch auf: Der Stick wurde als Laufwerk eingebunden anstatt als Modem. Also habe ich mein zugegebenermaßen etwas betagteres Ubuntu 8.04 mit usb_modeswitch ausgestattet. Und tatsächlich! tail /var/log/messages zeigte mir ein erkanntes Modem an. Das war es dann aber auch. Ich habe es mit umtsmon versucht. Ich habe einen NetworkManager > Version 0.7 installiert – nichts. Keine Verbindung, nicht einmal PIN-Abfrage.

Am Ende hat ein zufälliger Google-Treffer behauptet, unter Lucid Lynx (10.04) kann man die ZTE-Dinger einstecken und sie laufen. Kühne These, aber ich war so genervt, dass ich dachte, mach mal. Schlimmer geht's eh nicht. Lucid draufgepackt, Stick rein, lief. Boah ey! Das einzige Problem war jetzt nur noch, dass mein Notebook gefühlte tausend Jahre alt ist und mit 256 MB RAM lief. Mit dem etwas älteren Hardy ging das noch (obwohl man oft einen langen Atem brauchte, aber es lief benutzbar). Unter 10.04 keine Chance. Obwohl ich genau wie vorher Xubuntu installiert hatte, um ihm nicht das Riesenmonster Gnome aufzubürden.

Das letzte Kapitel dieser Geschichte habe ich also heute abgewickelt, indem ich mir schnell noch einen 1GB-Riegel gekauft habe (Hatte ich eh schon lange vor!) und nun schnurrt das Ding hier wie ein Kätzchen. Manchmal muss es eben auch mal neue Hard- und Software sein.

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