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Schlagworte: persönliches

Die grauen Herren

Zeit. Ich habe keine. Allerdings bin ich doch eigentlich selbst der Meinung, dass diese Aussage praktisch immer Unsinn ist. Vielleicht – wahrscheinlich – gilt das auch für mich. Trotzdem habe ich gerade das Gefühl kaum atmen zu können vor lauter Dingen, um die ich mich kümmern muss, so dass ich meine Freizeit auch für nix anderes mehr nutzen will, als zum rumliegen und höchstens noch berieseln lassen.

Ich habe noch knapp 4 Wochen bis meine Abschlussprüfungen losgehen. Drei bekackte mündliche Prüfungen noch und dann bin ich raus. Unfassbar. Aber leider auch ein bisschen anstrengend. Besonders toll ist in solchen Zeiten ein Motivationstief. Dazu kommen noch die nicht ganz unwesentlichen Hochzeitsvorbereitungen. Ich würde am liebsten alles so lassen, wie es jetzt ist, Trauung und Urlaub sind ja gebucht, und den Rest nur noch auf mich zukommen lassen. Aber natürlich möchte ich noch ein bisschen mehr, dass es wirklich ne super Party wird und noch sehr viel mehr möchte ich, dass meine Zukünftige nicht dem Wahnsinn anheim fällt, was nicht unwahrscheinlich ist, wenn ich mich um nichts mehr kümmern würde. :)

Ganz nebenbei organisiere ich seit 8 Wochen einen regelmäßigen Videoabend, der auch so seine (Vor- und Nachbereitungs-)Zeit kostet. Ich hoffe jetzt einfach mal, dass ich dieses Blog zukünftig wieder etwas mehr mit Zeug füllen kann. Vor allen Dingen mit Zeug, das mehr Substanz hat als Ich hab grad eigentlich keine Zeit zum Bloggen. In Vorbereitung sind einige Texte jedenfalls schon.

Gute Vorsätze

Eigentlich bin ich ja nicht so der Vertreter von guten Vorsätzen. Wenn man was ändern will, sollte man’s einfach machen und das nicht an einen Jahreswechsel binden. Trotzdem kann auch ich nicht ganz umhin, an Silvester reflektierenderweise zu überlegen, ob ich mir für das nächste Jahr etwas vornehmen will.

Das nächste Jahr wird für mich ein sehr aufregendes, besonderes Jahr und zwar aus zwei Hauptgründen:

  1. Ich werde heiraten. Und zwar das wundervollste Wesen der Welt, was mich so ungefähr zum glücklichsten Wesen der Welt macht.
  2. Ich werde *klopfaufholz* mein Studium abschließen. Heute ist der Brief vom Prüfungsamt gekommen, der meine Anmeldung zur Prüfung offziell bestätigt, ich komme also nicht mehr aus der Sache raus. Das ist wohl auch ganz gut so, denn ohne Druck kann ich nicht arbeiten.

Diese beiden Hauptsachen werden mich in den nächsten sechs Monaten vermutlich vollständig auslasten. Deshalb ist der erste und wichtigste Vorsatz: Ich möchte trotz allen Stresses weiterhin für meine Freunde und meine Liebste da sein und Zeit mit ihnen verbringen und mich nicht von dem auffressen lassen, was ich sonst so zu stemmen habe.

Etwas anderes, das mir wichtig ist: Ich werde meinen Konsum von Tierprodukten weiterhin einschränken. Seit fast einem Jahr esse ich kein Fleisch mehr (und ja, ihr Pseudo-„Vegetarier“, das bedeutet: kein Wild, kein Rind, kein Schwein, kein Geflügel, kein Fisch, keine Meeresfrüchte und auch keine anderen Tiere. Kein. Fleisch.) und seit einigen Wochen haben wir auch begonnen, unseren eh schon relativ niedrigen Konsum von Milch, Eiern usw. weiter entspannt Richtung Null zu fahren. Das finde ich ziemlich gut, kann damit hervorragend leben und mich ernähren und sehr köstliche Sachen essen.

Der dritte Vorsatz: Ich werde mehr bloggen. Ich hoffe, dass auch mein neues Telefon dazu beitragen wird, aber ich muss mir die Zeit einfach nehmen, weil es mir wirklich Spaß macht und man mit niemandem so gut in der Debatte seine Argumente schärfen kann, wie mit einem Fremden (in der Kommentarspalte).

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Gone mobile - mit o2

Es hätte alles so einfach sein können. Die Situation: Zwei Wochen in einem Camper beim Kinderkultursommer im ZAK als Nachtwächter. Der Plan: Sich mangels WLAN einen Surfstick besorgen und damit Internet in der nicht nur kastrierten Form mit meinem alten N78 genießen. Und – ja und bloggen. Endlich hat man mal wieder richtig Zeit. So viele Sachen gehen mir seit Wochen durch den Kopf, die aufgeschrieben werden wollen. Klingt also großartig.

Gefasst habe ich den Entschluss für so einen Stick vor einer Woche. Da man nur über Netzbestellung die Anschlussgebühr sparen kann, habe ich mich noch ein paar Tage geduldet. Ich hatte über eine kurze Recherche herausgefunden, dass verschiedenste Leute den o2-Surfstick mit ihren Linuxkisten zum Laufen bekommen haben, also war ich auf der sicheren Seite. Doch weit gefehlt. Denn das Gerät, dass ich bekam, war intern keins von Huawei, von denen ich immer gelesen hatte, sondern von ZTE (MF110). Und das vorausgesehene Problem trat natürlich auch auf: Der Stick wurde als Laufwerk eingebunden anstatt als Modem. Also habe ich mein zugegebenermaßen etwas betagteres Ubuntu 8.04 mit usb_modeswitch ausgestattet. Und tatsächlich! tail /var/log/messages zeigte mir ein erkanntes Modem an. Das war es dann aber auch. Ich habe es mit umtsmon versucht. Ich habe einen NetworkManager > Version 0.7 installiert – nichts. Keine Verbindung, nicht einmal PIN-Abfrage.

Am Ende hat ein zufälliger Google-Treffer behauptet, unter Lucid Lynx (10.04) kann man die ZTE-Dinger einstecken und sie laufen. Kühne These, aber ich war so genervt, dass ich dachte, mach mal. Schlimmer geht's eh nicht. Lucid draufgepackt, Stick rein, lief. Boah ey! Das einzige Problem war jetzt nur noch, dass mein Notebook gefühlte tausend Jahre alt ist und mit 256 MB RAM lief. Mit dem etwas älteren Hardy ging das noch (obwohl man oft einen langen Atem brauchte, aber es lief benutzbar). Unter 10.04 keine Chance. Obwohl ich genau wie vorher Xubuntu installiert hatte, um ihm nicht das Riesenmonster Gnome aufzubürden.

Das letzte Kapitel dieser Geschichte habe ich also heute abgewickelt, indem ich mir schnell noch einen 1GB-Riegel gekauft habe (Hatte ich eh schon lange vor!) und nun schnurrt das Ding hier wie ein Kätzchen. Manchmal muss es eben auch mal neue Hard- und Software sein.

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Wochenende, Wochenbeginn

Ach, meine Internetaktivität hat wieder leiden müssen über das Wochenende. Dabei wäre die Hitze doch eigentlich eine ideale Voraussetzung gewesen. Anstatt sich vor der Tür oder im Park langsam durchgaren zu lassen, hätte man die Fenster verrammeln und sich mit kühlen Getränken dem Web hingeben können.

Nun, zum einen steht dem ja der grundsätzliche Kampf gegen Klischees entgegen. Zum anderen gab es Feste zu feiern. Das 4:0 des DFB-Teams ist das kleinere gewesen. Gut, jetzt wissen sie, dass man für das nächste Training vielleicht einen etwas ebenbürtigeren Sparringspartner wählen sollte. Am Ende rosten die Jungs noch ein.

Nein, viel wichtiger war tatsächlich die Hochzeit, der ich beiwohnen durfte. Eine schöne Feier mit vielen lieben Menschen, köstliches Essen und eine mörderische Hitze, die nur der Gentleman von Welt in Schlips und Anzug stoisch erträgt, ohne dass ihm Schweißtropfen auf der Stirne stehen, waren die Ingredienzien für mein nahezu netzfreies Wochenende.

Jetzt ist die Lesepflicht abgearbeitet und kurz vor Feierabendmorgen bleibt mir nur noch, eine ganz kurze Liste von sehens- und lesenswerten Links zu präsentieren: