kritikant

laut nachgedacht

Zum Zubehör springen

Kategorie: All- und Unzusammenhängendes

Die Besten der Besten der Besten!

Wegen dieses Tweets gibt es jetzt hier die einzig gültige Rangfolge der Star-Trek-Filme, den Neuesten unberücksichtigt:

1. Der erste Kontakt
They invade our space, and we fall back. They assimilate entire worlds, and we fall back. Not again. The line must be drawn here!
2. Zurück in die Gegenwart
I think he did a little too much LDS.
3. Der Aufstand
How many does it take before it becomes wrong?
4. Das unentdeckte Land
You have not experienced Shakespeare, until you have read him in the original Klingon.
5. Nemesis
Romulan ale should be illegal.
6. Der Zorn des Khan
Of all the souls I have encountered in my travels, his was the most… human.
7. Treffen der Generationen
You know, if Spock were here, he'd say that I was an irrational, illogical human being by taking on a mission like that. Sounds like fun!
8. Auf der Suche nach Mr. Spock
That green-blooded son of a bitch! It's his revenge for all those arguments he lost.
9. Am Rande des Universums
Sulu look; the suns come out, it's a miracle!
10. Star Trek: Der Film
The human adventure is just beginning.

Update: Mann, da ist mir heut Nacht doch glatt Nemesis durchgegangen. Das kommt davon, wenn man im Halbschlaf bloggt.

Flattr this

Bob wusste Bescheid

Come gather round people wherever you roam
And admit that the waters around you have grown
And accept it that soon you'll be drenched to the bone
If your time to you is worth saving
Then you'd better start swimming or you'll sink like a stone
For the times, they are a changing

(Dieser Bob-Dylan-Text ist bestimmt Eigentum von Sony BMG und steht daher natürlich nicht unter CC-BY-SA)

Es entbehrt eigentlich jeden Kommentars.

Wochenende, Wochenbeginn

Ach, meine Internetaktivität hat wieder leiden müssen über das Wochenende. Dabei wäre die Hitze doch eigentlich eine ideale Voraussetzung gewesen. Anstatt sich vor der Tür oder im Park langsam durchgaren zu lassen, hätte man die Fenster verrammeln und sich mit kühlen Getränken dem Web hingeben können.

Nun, zum einen steht dem ja der grundsätzliche Kampf gegen Klischees entgegen. Zum anderen gab es Feste zu feiern. Das 4:0 des DFB-Teams ist das kleinere gewesen. Gut, jetzt wissen sie, dass man für das nächste Training vielleicht einen etwas ebenbürtigeren Sparringspartner wählen sollte. Am Ende rosten die Jungs noch ein.

Nein, viel wichtiger war tatsächlich die Hochzeit, der ich beiwohnen durfte. Eine schöne Feier mit vielen lieben Menschen, köstliches Essen und eine mörderische Hitze, die nur der Gentleman von Welt in Schlips und Anzug stoisch erträgt, ohne dass ihm Schweißtropfen auf der Stirne stehen, waren die Ingredienzien für mein nahezu netzfreies Wochenende.

Jetzt ist die Lesepflicht abgearbeitet und kurz vor Feierabendmorgen bleibt mir nur noch, eine ganz kurze Liste von sehens- und lesenswerten Links zu präsentieren:

Cologne Commons 2010 I - non commercial

Dieser Artikel ist wie viele andere, die ich nach und nach hier erneut veröffentliche, schon etwas älter und erschien zuerst in meinem alten Blog. Ich kann leider die Kommentare nicht automatisch hier importieren und von Hand ist mir das zuviel Arbeit. Aber ich empfehle dringend, sie unter der verlinkten Adresse auch zu lesen. Die Diskussion war recht, ähem, erhitzt. Diskussion aber ist gerade bei diesen Themen, die unsere Gesellschaft jetzt und in den nächsten Jahren fundamental betreffen, außerordentlich wichtig. Die Kommentarspalte gehört daher zu diesem Artikel. --10.12.2011

Ich hatte ja schon erwähnt, dass ich letztes Wochenende bei der Cologne Commons war. Ich war damit zum ersten Mal überhaupt bei einer derartigen Konferenz (auch wenn viele andere auf der Liste stehen).

Grundsätzliche Eindrücke: Ich war überrascht, wie klein der Rahmen war. Das war nichts Negatives, es kam sehr gemütlich daher. – Der Preis war unschlagbar! – Inmitten von Köln, zwischen Mülheim und Deutz, einen Ort zu finden, zu dem man locker 15-20 Minuten gehen muss, wenn man mit dem ÖPNV kommt, ist eine große Kunst, die hoffentlich keine Nachahmer findet! – Die Vorträge, die ich gesehen habe, haben mich fast ausnahmslos gut unterhalten und interessanten Stoff zum Nachdenken geliefert.

Apropos Nachdenken. Das erste, worüber ich schreiben muss betrifft den Kern der ganzen Veranstaltung: Creative Commons Lizenzen. Dieses Blog hier steht auch unter einer: CC-BY-SA. Was mich gestört hat, war, dass es in dieser speziellen, ich sag mal einfach Szene von Künstlern/Musikern, die freie Kultur, Verschenken usw. propagieren, anscheinend vollkommen klar ist, dass man darauf zu achten habe, eine Non-Commercial-Lizenz zu wählen. Besonders Marco Medkour, aber auch andere betonten, dass es ja ziemlich blöde wäre, wenn nachher Andere von der Arbeit des Künstlers profitierten. (Update: Anscheinend habe ich Marco falsch verstanden. So eine Meinung hat er nicht artikuliert. Das ändert an meinen folgenden Argumenten und meiner Meinung jedoch nichts.) Leider hatte ich keine Zeit für das Panel Was heißt schon NC?, doch aus der Beschreibung habe ich entnommen, dass es dabei auch nur darum ging, wie der Künstler selbst Geld mit unter NC-Bedingungen lizenzierten Werken verdienen kann. Das ist, mit Verlaub, eine ziemlich egoistische Haltung, die so gar nicht mit dem Gedanken von freier Kultur zusammenpassen will.

Ich bin erst neulich selbst darauf gestoßen, wegen eines Hinweises bei Felix Neumann. Er verlinkt da einen Artikel, der nicht nur ihm, sondern auch mir vor Augen geführt hat, dass das völliger Quatsch ist, mit den NC-Lizenzen. Eine SA (Share alike) reicht absolut aus. Denn jeder, der solche Inhalte nimmt und sie zu Geld machen will, muss diese wiederum unter einer mindestens gleich freien Lizenz vertreiben. Das heißt: er kann zwar Geld dafür verlangen, aber das, was er verkaufen will, muss zwangsläufig wieder frei kopierbar sein. Daraus folgen einige wichtige Dinge.

Zum einen kann keine Kultursenke entstehen, wo freies Kulturgut hinein gerät und für den freiheitlichen Kulturmarkt verloren ist. Die Werke bleiben frei.

Zum anderen ermöglicht es dieses Modell aber auch, dass jemand, der eine richtig gute Idee hat, wie man aus einem Werk Kapital schlagen kann, weil er es auf bestimmte Weise erweitert, oder Dienste drumherum anbietet o.ä. das einfach tun kann. Hier kann freie Kunst auf eine weitere Art helfen, Kreativität anzuregen, ohne unnötige Schranken aufzubauen. Denn dem Künstler wird ja nichts vorenthalten. Er hat selbst bestimmte Ideen, wie von seinem Zeug leben kann (oder auch nicht, will es aber trotzdem nicht lassen). Warum sollte er jemandem verbieten wollen, eigene Ideen zu entwickeln. Es muss doch nicht immer jeder allumfassend genial sein. Das hat auch was mit remixen und dem Aufgreifen vorhandener Dinge zu tun.

Zum dritten können NC-Lizenzen erhebliche Probleme für den ganz normalen Website- oder Blogbetreiber aufwerfen. Sobald nämlich jemand Werbung einblendet, um sich die monatlichen Kosten für den Server wieder annähernd reinzuholen, oder einen Flattr-Button (gibt's auch hier im Blog :) ) einbindet, kann das als kommerziell gelten. Damit würden eine Vielzahl von Nutzungsmöglichkeiten von freien Kulturgütern wegfallen und umgekehrt auch dem Urheber eine geringere Verbreitung bescheren.

Alles in Allem also: NC-Lizenzen sind schlecht. Denkt daran.

Flattr this