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Auf die Straße

Anti-AKW-Demo in Köln

Ja, wir waren auch dabei. Ich habe sogar dank der Spendenlaune meiner Liebsten einen Button bekommen. Es ist beeindruckend, wieviele Menschen motiviert genug waren, gestern auf die Straße zu gehen. Mit jeder Menge lustigen, mahnenden aber auch bissigen Plakaten. Dem Brüderle sein Schwesterlein, legt uns nach der Wahl herein. z.B.

Beeindruckend fand ich auch, dass die Leute wirklich einen sehr repräsentativen Schnitt durch die Bevölkerung abgaben und außerdem ziemlich viele Familien mit kleinen oder auch nicht mehr ganz so kleinen Kindern dabei waren. Es erinnerte mich sehr an die Bilder von den Anti-AKW-Demos in den 80ern. Es geht bei diesem Anliegen eben nicht um ein paar Aktivisten, die schon immer dagegen waren, weil dagegen irgendwie angesagt ist, sondern es ist ein zutiefst menschliches Bedürfnis nach Schutz vor gesundheits- und lebensgefährdenden Technologien, besonders auch für die eigenen Kinder.

Anti-AKW-Demo in Köln

Nicht nur aber auch angesichts der Meldungen des Morgens, dass in Fukushima Strahlungswerte gemessen werden, die 2- bis 10-millionenmal so hoch sind wie normal, dass wieder verstrahlte Helfer aus dem Werk ins Krankenhaus transportiert und die restlichen erst mal evakuiert werden mussten, sollte jeder, der gestern aus Bequemlichkeit zuhause geblieben ist, eine verdammt gute Ausrede dafür haben.

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Ist Wahrscheinlichkeit ein Argument?

Mir ist dieser Tage aufgefallen, dass die Gegner von Atomkraftwerken (wir) damit argumentieren, wie grauenvoll die Folgen bei einem Unfall sind. Die Befürworter auf der anderen Seite führen an, dass die Wahrscheinlichkeit für so ein Szenario verschwindend gering, wenn auch vorhanden ist; 100%ige Sicherheit habe man aber nie im Leben.

Interessanterweise verläuft die Argumentation genau anders herum, wenn es um die innere Sicherheit geht. Da rufen die Anderen nach absoluter Sicherheit und weitreichenden Kontrollen, weil die Folgen eines Anschlags potentiell viele Menschenleben kosten können. Wir dagegen sagen, dass man nun mal nicht absolut sicher sein kann, die Wahrscheinlichkeit bzw. Häufigkeit eines Anschlags sei aber eben vernachlässigbar gering.

Durch was unterscheiden sich die beiden Fälle von einander? Gibt es Faktoren oder Argumente, die viel schwerer wiegen als das Wahrscheinlichkeitsargument auf der einen und das Katastrophale-Folgen-Argument auf der anderen Seite? Ich bin noch nicht fertig damit, darüber nachzudenken. Hat jemand Ideen?

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Neubürger im Smartphoniversum

Seit Monaten habe ich darauf hingefiebert und nun ist es soweit. Seit gestern bin ich stolzer Besitzer eines Samsung Galaxy S i9000. Mein erstes Smartphone überhaupt. Mein letztes Handy – ein Nokia N78, das ich auch sehr angenehm fand für das, was ich damals bezahlen wollte – habe ich vor ziemlich genau zwei Jahren gekauft. Seitdem bin ich außerdem Kunde bei Maxxim, weil mir die ganze Grundgebühr-/Mindestverbrauchsscheiße bei den üblich 24-Monats-Verträgen auf den Sack ging und ich nur noch das Gefühl hatte, abgezockt zu werden. Bei Maxxim (wie auch vermutlich bei diversen anderen Anbietern, die ein ähnliches Konzept fahren) habe ich die Bequemlichkeit der automatischen Abbuchung aber ohne die eben erwähnten Downsides. Damals habe ich ausgerechnet, was ich bei gleichbleibendem Handy-Verhalten über zwei Jahre spare im Vergleich zu meinem vorherigen Anbieter und habe die Differenz (sogar etwas weniger) in das N78 investiert. Als Selbsterziehungsmaßnahme musste ich das natürlich dann auch die zwei Jahre nutzen, obwohl ich mir schon letztes Frühjahr gern ein Smartphone gekauft hätte. Tapfer habe ich durchgehalten, um nun ein bisschen Erspartes und mein gesamtes Weihnachtsgeld in das neue Gerät zu stecken.

Ach, und es ist ein Traum! Ich muss mich bis zum Ende des Monats aber noch ein bisschen in der Nutzung einschränken, weil mein Datentarif, den ich ebenfalls jetzt bei Maxxim gebucht habe, erst ab Februar läuft. Daher bezahle ich momentan noch pro 100 kB wie die letzten Monate, was bei so einem vollwertigen Internet in der Hosentasche natürlich ziemlich lästig ist.

Ich bin jetzt jedenfalls in der Lernphase. Das Ding erfordert ja ein ganz neues Konzept von Handy-Benutzung. Mein erster Touchscreen, Apps, 10000 seltsame Einstellungen, Die Kamera schaltet das GPS ein und so Scherze … ach ja, telefonieren geht auch. Ich bin sicher, irgendwann demnächst werde ich auch mal anfangen mich mit dieser Swype-Texteingabe auseinander zu setzen. Aber erstmal ist alles awe and wonder.

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Mein erster selbstgemachter Tofu

Ich hatte mir schon länger vorgenommen, einmal selbst Tofu, bzw. Sojaquark herzustellen. Mein erster Versuch ist zwar geglückt, aber mit der Restwassermenge muss ich noch experimentieren.

Das Rezept habe ich von hier. Meine Zutaten waren:

  • Die restliche Sojamilch (ca. 500 ml). Wir haben immer die vom Aldi; irgendwo hab ich gelesen, dass die ziemlich gut getestet wurde, besser als die meisten teureren.
  • Zwei Esslöffel frisch gepressten Zitronensaft
Beides im Topf heiß gemacht und beim Gerinnen zugesehen. Ungefähr eine Viertelstunde Scrubs später hab ich alles in ein sauberes Küchenhandtuch geschüttet, mit dem ich ein Nudelsieb ausgelegt hatte. Es sah so aus, als würde nach wenigen Sekunden so gut wie gar nichts mehr ablaufen, also hab ich das Tuch einfach zugedreht und das Wasser rausgepresst. Meine Hände sind jetzt auch ziemlich rot von dem heißen Wasser. Beim nächsten Mal warte ich einfach noch was länger.

Naja, das Ergebnis ist jedenfalls ein halbfester Tofu, noch nicht schnittfest, aber auch nicht mehr wie Quark. Also wird der nächste Versuch weniger gepresst, oder mit ner Form und/oder besserer Technik noch mehr. Ich finde es jedenfalls prima und werde weiter mit Milchproduktersatzprodukten experimentieren.

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